„Ein Hund bellt, sobald er seinen Herrn angegriffen sieht. Ich wäre wohl lasch, wenn ich angesichts eines Angriffs gegen die Wahrheit
Gottes verstummen würde, ohne etwas verlauten zu lassen“, Zitat von Jean Calvin(deutsch: Johannes Calvin).

Seine Jugend und Studium


Er wird am 10. Juli 1509 in Noyon. Er studiert ab 1528 Jura, zunächst in Orleans, dann in Bourges. Ab 1535 lebte
Calvin in Basel, wo er unter anderem an der französischen Übersetzung des Neuen Testaments mitarbeitete. In Basel vollendete Calvin seine
theologisches Hauptwerk die “Institutio religionis christianae” .1536 ging er nach Genf und dort überredete ihn der Prediger Guillaume Farel,
länger zu bleiben und Teil der sich in Stadt damals ausbreitenden Reformation zu werden.

Calvin geht nach Genf

Calvin begann seine theologische Tätigkeit in Genf mit einer Auslegung des Römerbriefs im Dom von St. Pierre. Seit Anfang 1537 predigte er
regelmäßig.Doch in Genf hatte Calvin keineswegs nur Freunde. Sein Anhang bestand vorzugsweise aus eingewanderten französischen
Protestanten. Dagegen waren viele der einheimischen Genfer mehr der freieren Richtung innerhalb der Reformation zugeneigt, wie sie von
Huldrych Zwingli vertreten wurde. 1538 wurde Calvin sogar aus der Stadt verbannt und ging daraufhin für einige Zeit nach Strassburg. 1541
kehrte Calvin aber nach Genf zurück.1541 legte er dem Genfer Stadtrat einen Vorschlag für eine neue Kirchenordung vor.

Calvin‘schen Kirchenmodells

Nach den Vorstellungen Calvins sollte die kirchliche Gemeinschaft von einem Ältestenrat geleitet werden. Dieses Gremium hatte das Recht,
Gesetze zu geben sowie Verächter des Gottesdienstes und Verbreiter anderer religiöser Meinungen ohne Rücksicht auf ihren Stand zur
Rechenschaft zu ziehen. Dadurch erhielt die Genfer Reformation einen theokratischen Charakter. Jegliche Opposition wurde gewaltsam
unterdrückt. Allein in der Zeit von 1542-46 wurden in Genf 58 Abweichler hingerichtet und 78 aus der Stadt gewiesen. Eine weitere
Eigentümlichkeit des Calvin‘schen Kirchenmodells ist die starke Betonung des Laienelements – dies unterschied die Genfer Kirchenordung etwa
von den Vorstellungen Luthers.Theologisch unterscheidet sich der Calvinismus von der Reformation Martin Luthers vor allem in der Frage der
Prädestination.Für Calvin ist der Mensch durch die “doppelte Prädestination” bestimmt. Dies besagt, dass Gott nicht nur bestimmt hat, welche
Menschen in den Himmel kommen, sondern auch, welche auf Ewigkeit von Gott getrennt sein werden. Calvin folgt in diesem Punkt der Lehre des
Augustinus. In der “Institutio religionis christianae” schrieb Calvin: “Unter Vorsehung verstehen wir Gottes ewige Anordnung, vermöge deren er
bei sich beschloss, was nach seinem Willen aus jedem einzelnen Menschen werden sollte! Denn die Menschen werden nicht alle mit der
gleichen Bestimmung erschaffen, sondern den einen wird das ewige Leben, den anderen die ewige Verdammnis vorher zugeordnet.” Wen Gott
zum ewigen Leben erwählt ist allein Ergebnis des freien Willen Gottes. Glaube und Buße sind das Ergebnis, nicht der Grund für Gottes
Erwählung.
Seine Auswirkungen
Von dem Soziologen Max Weber wurde Calvin als einer der Begründer der kapitalistischen Weltanschauung “entdeckt”. Da für Calvinisten nur
der von Gott Erwählte beruflichen Erfolg haben kann, gilt gelungene Arbeit als ein Zeichen der “Gnadengewissheit”. Weber sah daher im
Calvinismus die ethischen Grundlagen für den neuzeitlichen Berufsmenschen. In dem steten Bemühen, Gnadengewissheit zu erlangen und
Gottes Ruhm zu mehren, ordnet der Calvinist seine Lebensführung der Arbeit unter. Daneben sah Weber bei Calvin noch eine andere ethische
Grundvoraussetzung des Kapitalismus angelegt, den rationalen Umgang mit Reichtum. Lautete Calvins Antwort auf die Frage, was mit dem
erwirtschafteten Gewinn zu machen sei, doch: “Es ist nicht sündhaft, reich zu sein. Sondern in Sünde fällt nur, wer sich auf seinem Vermögen
ausruht und es zur Befriedigung seiner lasterhaften Begierden missbraucht.” Der erfolgreiche Unternehmer hat den Gewinn also immer wieder
neu zu investieren.In der Frage der Abendmahlslehre vertrat Calvin eine zwischen Zwingli und Luther angesiedelte Position. Während für den
ersteren Brot und Wein im Abendmahl eine rein symbolische Bedeutung haben, vertrat Martin Luther die Meinung, Brot und Wein kämen im
Abendmahl tatsächlich alle Attribute des Leibes und des Blutes Christi zu. Calvin dagegen sagte, der heilige Geist erzeuge die Realpräsenz
Christi nur in Brot und Wein, wenn diese gläubig empfangen werden. Johannes Calvin starb am 27. Mai 1564 in Genf und wurde am allgemeinen
Friedhof beerdigt und gemäß dem Wunsch Calvins, kein Grabstein gesetzt.
Prägung für die evangelische Kirche
”Was ist uns die christliche Lehre wert? Das ist die große Frage, die Johannes Calvin uns die gesamte Reformation stellte. Calvin hat nicht nur
den Weg der evangelischen Kirche geprägt, sondern auch Impulse gesetzt. Seine Antworten auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Überwindung
der Armut und den Umgang mit der Natur sind noch heute aktuell angesichts von Wirtschaftskrise und Klimakatastrophe. Der Reformator
Johannes Calvin hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Betteln in Genf, wo er wohnte, verboten wurde. Denn jeder müsse von seiner
Arbeit leben können. Und wenn das nicht gegeben sei, müsse er Zuwendungen bekommen. Bis heute sammeln evangelische Christen in jedem
Gottesdienst im Klingelbeutel für diakonische Aufgaben in der Gemeinde. Denn Gottesdienst zu feiern und dabei die Armen in der Gemeinde
nicht zu vergessen gehört zusammen. Für den Pastor Calvin war das Teil seines Programms der Armutsbekämpfung.In der Kirchenordnung
verankerte er das Amt des Diakons. Die Aufgabe der Diakone war es, dafür zu sorgen, dass die Spenden in die richtigen Hände kamen.
Gleichzeitig setzte er sich im politischen Bereich für eine Belebung der Wirtschaft ein. Durch das Engagement der Kirchengemeinde wurde die
Bürgergemeinde für die Nöte der Mitbürger sensibilisiert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass in Kirchengemeinden, die nach dem Modell
Calvins arbeiteten, Erfolge in der Armutsbekämpfung erzielt wurden.

Buße sind das Ergebnis, nicht der Grund für Gottes
Erwählung.

Seine Auswirkungen

Von dem Soziologen Max Weber wurde Calvin als einer der Begründer der kapitalistischen Weltanschauung “entdeckt”. Da für Calvinisten nur
der von Gott Erwählte beruflichen Erfolg haben kann, gilt gelungene Arbeit als ein Zeichen der “Gnadengewissheit”. Weber sah daher im
Calvinismus die ethischen Grundlagen für den neuzeitlichen Berufsmenschen. In dem steten Bemühen, Gnadengewissheit zu erlangen und
Gottes Ruhm zu mehren, ordnet der Calvinist seine Lebensführung der Arbeit unter. Daneben sah Weber bei Calvin noch eine andere ethische
Grundvoraussetzung des Kapitalismus angelegt, den rationalen Umgang mit Reichtum. Lautete Calvins Antwort auf die Frage, was mit dem
erwirtschafteten Gewinn zu machen sei, doch: “Es ist nicht sündhaft, reich zu sein. Sondern in Sünde fällt nur, wer sich auf seinem Vermögen
ausruht und es zur Befriedigung seiner lasterhaften Begierden missbraucht.” Der erfolgreiche Unternehmer hat den Gewinn also immer wieder
neu zu investieren.In der Frage der Abendmahlslehre vertrat Calvin eine zwischen Zwingli und Luther angesiedelte Position. Während für den
ersteren Brot und Wein im Abendmahl eine rein symbolische Bedeutung haben, vertrat Martin Luther die Meinung, Brot und Wein kämen im
Abendmahl tatsächlich alle Attribute des Leibes und des Blutes Christi zu. Calvin dagegen sagte, der heilige Geist erzeuge die Realpräsenz
Christi nur in Brot und Wein, wenn diese gläubig empfangen werden. Johannes Calvin starb am 27. Mai 1564 in Genf und wurde am allgemeinen
Friedhof beerdigt und gemäß dem Wunsch Calvins, kein Grabstein gesetzt.

Prägung für die evangelische Kirche


”Was ist uns die christliche Lehre wert? Das ist die große Frage, die Johannes Calvin uns die gesamte Reformation stellte. Calvin hat nicht nur
den Weg der evangelischen Kirche geprägt, sondern auch Impulse gesetzt. Seine Antworten auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit, Überwindung
der Armut und den Umgang mit der Natur sind noch heute aktuell angesichts von Wirtschaftskrise und Klimakatastrophe. Der Reformator
Johannes Calvin hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Betteln in Genf, wo er wohnte, verboten wurde. Denn jeder müsse von seiner
Arbeit leben können. Und wenn das nicht gegeben sei, müsse er Zuwendungen bekommen. Bis heute sammeln evangelische Christen in jedem
Gottesdienst im Klingelbeutel für diakonische Aufgaben in der Gemeinde. Denn Gottesdienst zu feiern und dabei die Armen in der Gemeinde
nicht zu vergessen gehört zusammen. Für den Pastor Calvin war das Teil seines Programms der Armutsbekämpfung.In der Kirchenordnung
verankerte er das Amt des Diakons. Die Aufgabe der Diakone war es, dafür zu sorgen, dass die Spenden in die richtigen Hände kamen.
Gleichzeitig setzte er sich im politischen Bereich für eine Belebung der Wirtschaft ein. Durch das Engagement der Kirchengemeinde wurde die
Bürgergemeinde für die Nöte der Mitbürger sensibilisiert. Insgesamt lässt sich feststellen, dass in Kirchengemeinden, die nach dem Modell
Calvins arbeiteten, Erfolge in der Armutsbekämpfung erzielt wurden.